Neues aus dem Gemeinderat

von Moni Mager

Am 21.7. tagte vor der Sommerpause ein letztes Mal der Gemeinderat. Es standen 27 (!!!!) Tagesordnungspunkte auf dem Plan, davon 15 im öffentlichen Teil.

Es wurde ein Sitzungsmarathon von 6 Stunden.

Der Bürgermeister startete mit der Bekanntgabe, dass der Ausbau der Bruckmühler Straße zu 36% vom Staat unterstützt wird, das sind etwa 580.000 Euro. Ebenso bekommt die Gemeinde für den Ausbau des Rad- und Gehwegs „Zur Kieslände“ 36% der Kosten (macht 124.000 Euro) aus dem Topf des Wohnbauministeriums erstattet.

Kindergarten-Neubau Rösnerwiese

Der erste große Punkt behandelte dann den Bau des neuen Kindergartens auf der Rösnerwiese. Es wurde im März beschlossen, dass der 8-gruppige Kindergarten mit großer Kochküche in Massivbauweise gebaut werden soll. Inklusive diverser Zuschläge für Unvorhergesehenes belief sich die Kostenschätzung auf rund 14.760.000 Euro.
In der aktuellen Sitzung wurden die Entwürfe von BayernGrund GmbH, dem Architektenbüro WSB und diversen Fachplanern vorgestellt. Die aktuelle Kostenberechnung beläuft sich hier auf rund 13.460.000 Euro, wobei eine Preissteigerung dank der derzeitigen Situation sicher nicht auszuschließen ist.

Wer Interesse an den Entwürfen oder den Kostenaufstellungen hat, kann sich gerne an die Marktgemeinderäte wenden.

Baustelle Bruckmühler Straße

Viele von Euch haben sich schon über die Baustelle der Bruckmühler Straße geärgert oder sie zumindest deutlich wahrgenommen. Die Baumaßnahmen im ersten Streckenabschnitt sind noch im vollen Gange, doch der zweite Abschnitt von der Hans-Scheibmeier-Straße bis zur Pfarrer-Loidl-Straße musste nun gebilligt werden. Hierzu hat uns Herr Schollerer vom Planungsbüro die Entwürfe dargelegt. Da u.a. das Wasserwirtschaftsamt auf die zukünftigen Wetterkapriolen hingewiesen hat, wurde die Planung nach neuesten Maßstäben vorgenommen, wodurch eine weit höhere Versickerungsleistung des Regenwassers als bisher zugesichert wurde. Dadurch sind Überflutungen der angrenzenden Grundstücke bei Starkregen weniger wahrscheinlich.

Wasserversorgung Maxlrain

Der nächste interessante Punkt beschäftigte sich mit der Wasserversorgung von Maxlrain. Was wohl kaum einer weiß, ist, dass Maxlrain sein Wasser von einem Brunnen auf Bruckmühler Grund bezieht. Zugegeben, der Brunnen ist in Adlfurt, was wohl näher an Maxlrain ist als an Bruckmühl. Nichtsdestotrotz mussten wir als Gemeinde eine Stellungnahme für das Wasserwirtschaftsamt (WWA) abgeben.

Das WWA fordert von der Schlossbrauerei, dass alle Anwesen und Häuser dort bis 2025 an die Trinkwasserversorgung von Tuntenhausen angeschlossen werden. Für den Bezug von Brauchwasser in Trinkwasserqualität für die Brauerei kann der Brunnen weiter genutzt werden, wenn er nicht die Menge von 8,5 l/s (bisher sind es 11 l/s) nicht überschreitet.
Ein großes Problem stellen aber die hohen Wasserverluste von bis zu 36% (!!!!) dar. Das WWA fordert die Lösung dieses Problems, bevor über weitere Fördermengen gesprochen wird. Hoffen wir mal, dass das kein zahnloser Tiger ist, sondern überprüft und geahndet wird, sollten die Verluste nicht verringert werden.

Zuletzt ging es dann auch um die Definition Brauchwasser/ Trinkwasser. Wenn es Trinkwasser sein soll, dann müssten mit den umliegenden Landwirten Vereinbarungen getroffen werden, dass in bestimmten Bereichen keine Gülle , kein Festmist, keine Gärprodukte etc. ausgebracht werden. Nun bleibt abzuwarten, ob die Brauerei mit den Anliegern redet, oder ob sie eher eine vernünftige Aufbereitungsanlage in der Brauerei installiert.
Von Gemeindeseite Bruckmühl aus, können wir das Gebiet nicht als Trinkwasserschutzgebiet ausweisen.

Allgemeines und Beschlüsse

Als nächstes folgten etwas trockenere Beschlüsse, bei denen es um Rahmenverträge für den Straßenbau und um Stellungnahmen und Anmerkungen zum Bebauungsplan „Rathausplatz Ost“, (u.a. von der Naturschutzbehörde, dem Amt für Denkmalschutz und der Telekom…) ging.

Kostensteigerung Mittagessen

Mehr Stimmung kam dann wieder mit TOP 9: die Frischeküche Holzkirchen, die für das Mittagessen in der Villa Kunterbunt und in der Justus-von Liebig-Schule zuständig ist, kann mit den gestiegenen Kosten die Preise nicht mehr halten.
Bedauerlicherweise kam die Preissteigerung zwar nicht unerwartet, aber doch sehr kurzfristig und mit immerhin 10% auch recht massiv. Einig war sich das Gremium, dass die Qualität sehr gut ist, das Essen sehr gut angenommen wird und man die geänderten Verträge so akzeptieren werde. Doch wäre ein anderer Umgangston als in dem Schreiben (mit „Androhung“ der Auflösung des Vertrages, wenn dieser nicht akzeptiert wird) wünschenswert gewesen.

Förderung

Vom Kindergarten wurde nun zu den Jugendlichen geschwenkt. Die Gemeinde zahlt jedes Jahr an Vereine, in denen Jugendliche im Alter von 6-18 Jahren gemeldet sind, eine Pauschale von 200,- Euro. Der Rest des Topfes für Fördergelder wird dann als Pro-Kopf-Summe auf die Vereine aufgeteilt. Insgesamt sind dieses Jahr 1953 Jugendliche (2021 waren es 1988, 2020 sogar 2064 Jugendliche) in Bruckmühler Vereinen gemeldet, womit eine weitere Förderung von 16,79 Euro pro Jugendlichen ausgezahlt wird.

Eine weitere Förderungsanfrage kam dann von der Montessori-Schule Rosenheim/Rohrdorf e.V. Die Schule hätte gerne einen sog. „freiwilligen Gastschulbeitrag“ in Höhe von 400,- Euro/Jahr/pro Schüler für die 10 Schüler, die derzeit in Rohrdorf auf die Schule gehen. Die Verwaltung hat sich bei den umliegenden Gemeinden umgehört und erfahren, dass keiner der Nachbarn zahlt. Es wurde nur kurz diskutiert.
Die meisten Stimmen aus der führenden Fraktion waren der Meinung, dass die Schullandschaft in Bruckmühl hervorragend sei und gar keine Notwendigkeit zum Wechsel an eine Montessori-Schule bestünde. Die Gelder sollten lieber für hiesige Schulen etc. verwendet werden. Das lasse ich nun einfach mal so im Raum stehen….. Schade…

Bruckmühler Haushalt

Die Gemüter kühlten sich beim nächsten Punkt, der Bekanntgabe der Jahresrechnung 2020, wieder ab. Wer Interesse an der Haushaltsaufstellung hat, kann sich gerne bei uns Gemeinderäten melden.

Eine App für Bruckmühl

Zum krönenden Abschluss der öffentlichen Sitzung stellte unsere neue Frau für Öffentlichkeitsarbeit, Sylvia Mischi, die Idee der Bruckmühl-App vor. 
Diese App soll es den Bürgern erleichtern, Zugriff auf aktuelle Nachrichten, Veranstaltungen, Abfall-Reminder, ggf. Angebote der Gastronomie, Bekanntmachungen der Gemeinde etc. zu bekommen. Geplant sind auch Push-Nachrichten zu ausgewählten Themen. Diese Neuerung wurde sehr positiv von allen aufgenommen und die App in Auftrag gegeben.
Der Start ist zum kommenden Jahr geplant. Lasst uns gespannt sein!

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